Am Ende der Hoffnung
Wir tranken nach Geschäftsschluss regelmässig in der kleinen Kneipe. Ich bevorzugte damals schweren Roten. Zwischen sechs und acht Viertel im Schnitt in drei Stunden. Knapp zwei Liter, das konnte ich immer ab.
Bernd hatte über seine Fa. eine Kreditkarte bekommen. Seiner häufigen Auslandsreisen wegen. Wir beschlossen, sie später am Abend nach der Kneipe, im Edelpuff des nahegelegenen renommierten Kurorts auszuprobieren. Bestellten zur Zeit ein Taxi.
Die Sitzgelegenheiten des Etablissements und die Separees lagen im Dunkeln, die Bar hell erleuchtet. Man sass dort wie auf einer Bühne. Wir steuerten die Bar an. Mich bequatschte sofort die Hure, etwa Mitte zwanzig, mit dem langen, bis hoch ans Allerheiligste geschlitzten Kleid; mit nahezu freiliegenden Titten und höschenlos - wie ich bald erkundete. Die Haut der strammen durch den Schlitz noch aufreizender wirkenden Schenkel elektrisierte mich mit der ersten Berührung. Ich gab mich ungeniert und als ich feststellte, sie wurde feucht, mutierte ich zum Tier. Ich hatte mich schon immer einmal auf einer Bühne prostituieren wollen. Oder war's mir einfach nur egal? Vermutlich beides. Aus der Dunkelheit hinter uns drang gelegentlich beifälliges Gemurmel und wohlwollendes Gelächter an mein Ohr. Das stachelte mich weiter auf, soweit dies noch möglich war.
Bernd hatte auf Champagner bestanden, nicht zwingend ein erstklassiger, nichtsdestotrotz sehr teuer. Für uns - vor allem für mich - kein Problem, ging ja alles auf Kreditkarte. Wir feierten ausgelassen. Ich war praktisch vom ersten Moment an der Frau mit dem Schlitz im Kleid verfallen. Mich faszinierte ihr Gesicht mehr als alles andere an ihr, der Rest passte, weil er bei so einem Gesicht einfach passen musste. Sah ich sie an, sah ich ihre Augen, war ich hin und weg. Schob andere beiseite, die mit knalligerem Steiss und höherragenderen Titten ausgestattet, sich einige Male zwischen uns zu drängen suchten. Nicht nur am ersten Abend.
Nach zwei Stunden ausgelassenen Treibens an der Bar zog es Bernd ins Separee, mit mehreren Damen. Mich verlangte es nach einem Zimmer, nach völliger Nackheit. Ich hatte nie viel mit Blondinen am Hut gehabt, noch weniger mit Huren. Bei der Frau im geschlitzten Kleid war das völlig anders. Ich war verrückt nach ihr, wollte sie ficken und besitzen, ganz und für immer. Fickte um mein Leben, in jedes ihrer Löcher das sie mir gewährte. In alle.
War eigentlich zu betrunken und dann doch nicht. Brannte unauslöschlich in mein Gedächtnis was sich zwischen uns abspielte, die Art und Weise wie ich noch nie vorher den Arsch einer Frau forderte. Fand mich mit jedem Eintauchen in ihr in heiligen Hallen, befand mich auf dem Weg in die Ewigkeit, in die Unsterblichkeit. Gab ihr am Ende gerne Geld um das sie mich bat, obschon Ficken im Getränkepreis inbegriffen.
Drängte Bernd, der vielleibige Spiele im Separee bevorzugte, fünfmal die Woche hinauszufahren. Zerstreute notfalls mit Engelszungen seine Bedenken die Kreditkarte überzustrapazieren. Versprach ihm das Blaue vom Himmel herab, ohne die geringste Aussicht auch nur ein Jota der Versprechungen einlösen zu können. Wir brauchten pro Abend etwa fünfzehnhundert Mark. Lobte mir die Provinz, denn das schien preiswert für einen Edelpuff. Vielleicht besass er auch nur den Ruf eines solchen. Egal.
Nach knapp vier Wochen versagte die Kreditkarte ihren Dienst. Die Frau mit dem Engelsgesicht verstaute mich in ihrem Zimmer, liess mich bis morgens schlafen. Ich gab ihr mein letztes Geld. Bernd war bereits weg. Dem Taxifahrer der mich nach Hause brachte, liess ich meine teure Lederjacke zum Pfand. Holte sie nie wieder ab. Kam um sechs Uhr zu Hause an, ging um sieben ins Büro.
Fuhr einige Tage später auf eigene Rechnung in die Bar am Rande des Kurorts. Die Frau im geschlitzten Kleid war weg, hatte angeblich ein bereits länger terminiertes Engagement in einem Bordell im Schwäbischen angetreten. Ich liess mir die Adresse geben, nahm einige Tage Urlaub, reiste ihr nach. War wie von Sinnen. Suchte sie in jedem Bordell der Stadt. Ergebnislos.
Bernd litt äusserste Not. Rief mich ständig an. Barmte um Geld das ich nicht hatte. Schrie mich an, er könne nicht einmal mehr Brot kaufen. Würde verhungern, bekäme er nicht bald etwas zu fressen. Wörtlich. Seine Kreditkarte im fünfstelligen Bereich belastet. Der Job in Gefahr. Seine Bank bedrängte ihn aufs heftigste. Sein Girokonto ebenso hoffnungslos überlastet wie das meine. Alles im roten Bereich, im wahrsten Sinne des Wortes.
Mich liess das kalt. Ich hatte zwei Jahre vorher die Göttin verjagt, sie durch eigene Schuld verloren für immer, seitdem nicht mehr gelebt. Nun vermisste ich die Hure im geschlitzten Kleid, die mir am letzten Abend ihr Geheimnis verraten hatte und für die ich nun wieder leben wollte. Die mich verrückt machte, wenn ich nur an sie dachte und die jetzt unauffindbar verschwunden war.
Kurz darauf versuchte ich mich umzubringen. Das misslang. Anschliessend begann ich zu leben.
Bernd hatte über seine Fa. eine Kreditkarte bekommen. Seiner häufigen Auslandsreisen wegen. Wir beschlossen, sie später am Abend nach der Kneipe, im Edelpuff des nahegelegenen renommierten Kurorts auszuprobieren. Bestellten zur Zeit ein Taxi.
Die Sitzgelegenheiten des Etablissements und die Separees lagen im Dunkeln, die Bar hell erleuchtet. Man sass dort wie auf einer Bühne. Wir steuerten die Bar an. Mich bequatschte sofort die Hure, etwa Mitte zwanzig, mit dem langen, bis hoch ans Allerheiligste geschlitzten Kleid; mit nahezu freiliegenden Titten und höschenlos - wie ich bald erkundete. Die Haut der strammen durch den Schlitz noch aufreizender wirkenden Schenkel elektrisierte mich mit der ersten Berührung. Ich gab mich ungeniert und als ich feststellte, sie wurde feucht, mutierte ich zum Tier. Ich hatte mich schon immer einmal auf einer Bühne prostituieren wollen. Oder war's mir einfach nur egal? Vermutlich beides. Aus der Dunkelheit hinter uns drang gelegentlich beifälliges Gemurmel und wohlwollendes Gelächter an mein Ohr. Das stachelte mich weiter auf, soweit dies noch möglich war.
Bernd hatte auf Champagner bestanden, nicht zwingend ein erstklassiger, nichtsdestotrotz sehr teuer. Für uns - vor allem für mich - kein Problem, ging ja alles auf Kreditkarte. Wir feierten ausgelassen. Ich war praktisch vom ersten Moment an der Frau mit dem Schlitz im Kleid verfallen. Mich faszinierte ihr Gesicht mehr als alles andere an ihr, der Rest passte, weil er bei so einem Gesicht einfach passen musste. Sah ich sie an, sah ich ihre Augen, war ich hin und weg. Schob andere beiseite, die mit knalligerem Steiss und höherragenderen Titten ausgestattet, sich einige Male zwischen uns zu drängen suchten. Nicht nur am ersten Abend.
Nach zwei Stunden ausgelassenen Treibens an der Bar zog es Bernd ins Separee, mit mehreren Damen. Mich verlangte es nach einem Zimmer, nach völliger Nackheit. Ich hatte nie viel mit Blondinen am Hut gehabt, noch weniger mit Huren. Bei der Frau im geschlitzten Kleid war das völlig anders. Ich war verrückt nach ihr, wollte sie ficken und besitzen, ganz und für immer. Fickte um mein Leben, in jedes ihrer Löcher das sie mir gewährte. In alle.
War eigentlich zu betrunken und dann doch nicht. Brannte unauslöschlich in mein Gedächtnis was sich zwischen uns abspielte, die Art und Weise wie ich noch nie vorher den Arsch einer Frau forderte. Fand mich mit jedem Eintauchen in ihr in heiligen Hallen, befand mich auf dem Weg in die Ewigkeit, in die Unsterblichkeit. Gab ihr am Ende gerne Geld um das sie mich bat, obschon Ficken im Getränkepreis inbegriffen.
Drängte Bernd, der vielleibige Spiele im Separee bevorzugte, fünfmal die Woche hinauszufahren. Zerstreute notfalls mit Engelszungen seine Bedenken die Kreditkarte überzustrapazieren. Versprach ihm das Blaue vom Himmel herab, ohne die geringste Aussicht auch nur ein Jota der Versprechungen einlösen zu können. Wir brauchten pro Abend etwa fünfzehnhundert Mark. Lobte mir die Provinz, denn das schien preiswert für einen Edelpuff. Vielleicht besass er auch nur den Ruf eines solchen. Egal.
Nach knapp vier Wochen versagte die Kreditkarte ihren Dienst. Die Frau mit dem Engelsgesicht verstaute mich in ihrem Zimmer, liess mich bis morgens schlafen. Ich gab ihr mein letztes Geld. Bernd war bereits weg. Dem Taxifahrer der mich nach Hause brachte, liess ich meine teure Lederjacke zum Pfand. Holte sie nie wieder ab. Kam um sechs Uhr zu Hause an, ging um sieben ins Büro.
Fuhr einige Tage später auf eigene Rechnung in die Bar am Rande des Kurorts. Die Frau im geschlitzten Kleid war weg, hatte angeblich ein bereits länger terminiertes Engagement in einem Bordell im Schwäbischen angetreten. Ich liess mir die Adresse geben, nahm einige Tage Urlaub, reiste ihr nach. War wie von Sinnen. Suchte sie in jedem Bordell der Stadt. Ergebnislos.
Bernd litt äusserste Not. Rief mich ständig an. Barmte um Geld das ich nicht hatte. Schrie mich an, er könne nicht einmal mehr Brot kaufen. Würde verhungern, bekäme er nicht bald etwas zu fressen. Wörtlich. Seine Kreditkarte im fünfstelligen Bereich belastet. Der Job in Gefahr. Seine Bank bedrängte ihn aufs heftigste. Sein Girokonto ebenso hoffnungslos überlastet wie das meine. Alles im roten Bereich, im wahrsten Sinne des Wortes.
Mich liess das kalt. Ich hatte zwei Jahre vorher die Göttin verjagt, sie durch eigene Schuld verloren für immer, seitdem nicht mehr gelebt. Nun vermisste ich die Hure im geschlitzten Kleid, die mir am letzten Abend ihr Geheimnis verraten hatte und für die ich nun wieder leben wollte. Die mich verrückt machte, wenn ich nur an sie dachte und die jetzt unauffindbar verschwunden war.
Kurz darauf versuchte ich mich umzubringen. Das misslang. Anschliessend begann ich zu leben.
Thot - 4. Okt, 07:23
18 Kommentare - Kommentar verfassen - 0 Trackbacks
TheSource - 4. Okt, 17:28
und somit
am Anfang der Hoffnung
Thot - 4. Okt, 19:11
Nein. Hoffnung ist die Hauptnahrung von Narren, meist und in den vielen Situationen jedenfalls.
Ich habe in dieser Zeit, ohne dass ich den Begriff kannte, geschweige denn, dass es mir bewusst geworden wäre im "hier und jetzt" gelebt. Ich brauchte kein Versteckspiel mehr, die Fassade war ohnehin gebrochen. Sehr entlastend. Ich konnte meine ganze Kraft für das einsetzen was mir wichtig war. Entdeckte dabei neu das vergessene mir wirklich Wichtige.
Für andere sah das so aus, als sei es eine schwere, eine schwierige Zeit für mich. Das besass den Vorzug, dass sie mich in Ruhe liessen, Vorurteile überwandten. Für mich bedeutete es eine Wiedergeburt im gleichen Leben. Alles neu und aufregend. Eine spannende Zeit, eine unschätzbar kostbare.
Ich habe in dieser Zeit, ohne dass ich den Begriff kannte, geschweige denn, dass es mir bewusst geworden wäre im "hier und jetzt" gelebt. Ich brauchte kein Versteckspiel mehr, die Fassade war ohnehin gebrochen. Sehr entlastend. Ich konnte meine ganze Kraft für das einsetzen was mir wichtig war. Entdeckte dabei neu das vergessene mir wirklich Wichtige.
Für andere sah das so aus, als sei es eine schwere, eine schwierige Zeit für mich. Das besass den Vorzug, dass sie mich in Ruhe liessen, Vorurteile überwandten. Für mich bedeutete es eine Wiedergeburt im gleichen Leben. Alles neu und aufregend. Eine spannende Zeit, eine unschätzbar kostbare.
TheSource - 4. Okt, 23:13
Ich wollte eigentlich
in bestimmter Weise auf eine Art "Uräus-Schlange" hinaus.
Die sich selbst verschlingt, sic: Hinter jeder Neugeburt steckt eine neue Häutung und dann wieder eine und wieder eine.
Ebenso hinter jeder Authentizität. Das Rad steht nie still. Wandel ist die einzige Konstante.
Die sich selbst verschlingt, sic: Hinter jeder Neugeburt steckt eine neue Häutung und dann wieder eine und wieder eine.
Ebenso hinter jeder Authentizität. Das Rad steht nie still. Wandel ist die einzige Konstante.
Thot - 5. Okt, 00:03
Ja, jetzt. Dem stimme ich uneingeschränkt zu.
Weil einem das ja nie einer sagt, ist die Überraschung dann gross, so man nach der ersten Häutung feststellt, hoppla es geht ja weiter. Ich mochte das nie so besonders. Es lief meiner gerne gepflegten Einstellung zuwider, meinen jeweiligen Stand zum Gipfel des Berges zu erklären von dem aus ich bequem nach den Sternen greifen konnte. Dabei völlig ignorierend, dass ich mich bestenfalls drei Meter über Normalnull befand. Manchmal reicht das ja auch. ;-)
Weil einem das ja nie einer sagt, ist die Überraschung dann gross, so man nach der ersten Häutung feststellt, hoppla es geht ja weiter. Ich mochte das nie so besonders. Es lief meiner gerne gepflegten Einstellung zuwider, meinen jeweiligen Stand zum Gipfel des Berges zu erklären von dem aus ich bequem nach den Sternen greifen konnte. Dabei völlig ignorierend, dass ich mich bestenfalls drei Meter über Normalnull befand. Manchmal reicht das ja auch. ;-)
Weltregierung - 5. Okt, 14:46
Dude, das is mit Abstand das interessanteste,
inhaltlich wie sprachlich, daß ich in Blogistan
seit längerem las......
Danke dafür, einen Link gibt´s umsonst dazu :-)
- Grussregierung.
inhaltlich wie sprachlich, daß ich in Blogistan
seit längerem las......
Danke dafür, einen Link gibt´s umsonst dazu :-)
- Grussregierung.
Thot - 5. Okt, 16:04
Mir ist bewusst, dass das gut ist, spüre es, wenn ich's mir von der Seele geschrieben habe. Trotzdem freut mich die Anerkennung sehr. Vielen Dank.
_sophie_ - 5. Okt, 14:59
Am tiefsten Punkt gibt es nur noch zwei Möglichkeiten: aufgeben und untergehen - oder aufstehen und wieder hochsteigen.
Ich frage mich, wieviel von deiner Geschichte wahrhaftig ist, wieviel nur wegen der schöneren Worte niedergeschrieben wurde, wieviel aus dir selbst entsprungen ist, aber ich weiss nicht, ob ich die Antwort darauf wirklich wissen will.
Ich frage mich, wieviel von deiner Geschichte wahrhaftig ist, wieviel nur wegen der schöneren Worte niedergeschrieben wurde, wieviel aus dir selbst entsprungen ist, aber ich weiss nicht, ob ich die Antwort darauf wirklich wissen will.
Thot - 5. Okt, 15:44
Die Wege nach oben zum Gipfel sind meist anstrengend und wenig lohnend. Ich erwähnte es schon einmal; zu oft wird es nichts mit dem freien Blick, weil vom eben bestiegenen aus, in aller Regel nicht die Freiheit, sondern nur die steil ragenden, unwirtlichen Felswände des nächsthöheren Berges zu sehen sind.
Aufstehen, und den weichen, sandigen Weg am Ufer des sich durchs sonnenbeschienene Tal des Lebens dahinschlängelnden Baches entlang spazieren. Das isses. Man (oder Frau!) kann ja immer noch entscheiden, ob Richtung Quelle oder Mündung.
Was den Wahrheitsgehalt angeht. Ich verstehe Dich, Deine Frage sehr gut. Zur Antwort. Ob Bernd tatsächlich am Verhungern war, weiss ich nicht wirklich sicher. Behauptet hat er das. Ich fürchte jedoch, der ganze andere Rest hat sich so abgespielt. ;-)
Aufstehen, und den weichen, sandigen Weg am Ufer des sich durchs sonnenbeschienene Tal des Lebens dahinschlängelnden Baches entlang spazieren. Das isses. Man (oder Frau!) kann ja immer noch entscheiden, ob Richtung Quelle oder Mündung.
Was den Wahrheitsgehalt angeht. Ich verstehe Dich, Deine Frage sehr gut. Zur Antwort. Ob Bernd tatsächlich am Verhungern war, weiss ich nicht wirklich sicher. Behauptet hat er das. Ich fürchte jedoch, der ganze andere Rest hat sich so abgespielt. ;-)
neo-bazi - 5. Okt, 18:48
Das soll nur ein Denkanstoß sein.
Thot - 6. Okt, 16:28
Der letzte Satz hat es in sich. Dem blendenden Schein ein Schnippchen zu schlagen und zum Licht zu gehen, ist ganz grosse Kunst.
TheSource - 6. Okt, 18:03
Ja.
Und - welch Verblüffung für Viele - : Das Solare brennt.
Grausam zuweilen.
Grausam zuweilen.
Thot - 6. Okt, 20:41
Ich geniesse die Sonne, die Hitze, brauche sie dringender als vieles andere. Daraus jetzt jedoch zu schliessen, ich sei Masochist könnte ein Irrtum sein. ;-)
500beine - 6. Okt, 19:49
prima.
prima geschrieben, so weit.
nur die dame kommt zu kurz.
was hat sie gesagt?
sie muss doch was gesagt haben.
prima geschrieben, so weit.
nur die dame kommt zu kurz.
was hat sie gesagt?
sie muss doch was gesagt haben.
Thot - 6. Okt, 20:32
Danke.
Interessante Frage. Interessant auch, weil sie so relativ spät gestellt wird. Und auch auf die Gefahr hin, dass es noch spannender und geheimnisvoller wird. Ich mag's nicht verraten, weil ich mir nach wie vor nicht schlüssig bin, ist es der Schlüssel zu einem grundlegenden Zug meines Wesens?
Das was sie mir erzählte, für sie Ursache eines schmerzhaften, unsteten zwischen Welten hin und her taumelnden Lebens, veränderte mich und mein Leben dramatisch, weil das was ihr das Leben vergällt hatte, in meinen Gefühlen für sie keine Rolle spielte -- sie war ok für mich so wie sie war und was sie war und ich begann damit zum ersten Mal seit langem auch mich zu akzeptieren, der ich aus grundverschiedenen und doch irgendwie ähnlichen Gründen bis dahin halb besinnungslos durchs Leben taumelte.
Nachtrag: Achja, auf was Deine Frage wohl vielmehr abzielte. Ich glaube nicht, dass sie in mir mehr als einen der üblichen Freier sah, der ficken wollte und sonst nichts. Vermutlich war's ihr sogar unangenehm, dass ich mich so eindeutig auf sie festgelegt hatte, konnte das aus geschäftlichen Gründen nicht sagen. Wir waren ja keine schlechten Kunden des Hauses.
Huren können in aller Regel ihre Gefühle wegschliessen, leben jenseits von Illusionen und Träumen. Dass beiderseits der Panzer in der letzten Nacht einen Riss bekam, könnte man gut - jedenfalls was mich betrifft - als göttliche Gnade ansehen, so man gläubig ist.
Interessante Frage. Interessant auch, weil sie so relativ spät gestellt wird. Und auch auf die Gefahr hin, dass es noch spannender und geheimnisvoller wird. Ich mag's nicht verraten, weil ich mir nach wie vor nicht schlüssig bin, ist es der Schlüssel zu einem grundlegenden Zug meines Wesens?
Das was sie mir erzählte, für sie Ursache eines schmerzhaften, unsteten zwischen Welten hin und her taumelnden Lebens, veränderte mich und mein Leben dramatisch, weil das was ihr das Leben vergällt hatte, in meinen Gefühlen für sie keine Rolle spielte -- sie war ok für mich so wie sie war und was sie war und ich begann damit zum ersten Mal seit langem auch mich zu akzeptieren, der ich aus grundverschiedenen und doch irgendwie ähnlichen Gründen bis dahin halb besinnungslos durchs Leben taumelte.
Nachtrag: Achja, auf was Deine Frage wohl vielmehr abzielte. Ich glaube nicht, dass sie in mir mehr als einen der üblichen Freier sah, der ficken wollte und sonst nichts. Vermutlich war's ihr sogar unangenehm, dass ich mich so eindeutig auf sie festgelegt hatte, konnte das aus geschäftlichen Gründen nicht sagen. Wir waren ja keine schlechten Kunden des Hauses.
Huren können in aller Regel ihre Gefühle wegschliessen, leben jenseits von Illusionen und Träumen. Dass beiderseits der Panzer in der letzten Nacht einen Riss bekam, könnte man gut - jedenfalls was mich betrifft - als göttliche Gnade ansehen, so man gläubig ist.
manu- - 14. Okt, 14:40
Fantastisch
Eine wunderbare Geschichte. Selbst nach dem Lesen der Kommentare und erneutem Lesen der Geschichte ist mir noch nicht klar, ob es sich hierbei um real Erlebtes, um eine Abstraktion des Erlebten oder um eine fiktive Erzählung handelt.
Der Text ist jedenfalls genial. Eine aufgeschriebene sprachliche Delikatesse! Gratulation.
Der Text ist jedenfalls genial. Eine aufgeschriebene sprachliche Delikatesse! Gratulation.
Thot - 15. Okt, 15:53
Danke für die Blumen, manu.
Mich überraschen sie ja nicht wenig, die Fragen ob das tatsächlich Erlebtes ist. Ich hätte sie bei der vorherigen Geschichte "Lassie im Supermarkt" vermutet, denn bei der frug ich mich, hält das irgendwer auch nur in Ansätzen für möglich, weil ich wegliess, dass wir wussten in dem Supermarkt waren die Überwachungskameras, dass ich keine Ahnung hatte, dass eine Muschi nicht wie eine Tasche mit Klettverschluss reagiert, weil ich nicht anklingen liess, wie sorglos wir ingesamt lebten. Merkte dann, mir war's egal und schrieb es so wie ich es für gut befand.
Aber nicht nur die beiden Geschichten hier in diesem Weblog sind wahr, beschreiben tatsächlich Erlebtes.
Zurück zu dieser Geschichte. Mir ging es damals so wie einem, der bei seiner alten Firma kündigte und dem mit einem Mal vieles, wenn nicht gar alles, was man an der Arbeit wichtig und gut fand, plötzlich nebensächlich wird, weil man in Gedanken sich bereits mit dem Danach befasst. Bei mir, und in der Zeit in der die Geschichte fällt, "nur" mit dem Unterschied, dass ich dem Leben gekündigt hatte. In höchster seelischer Not und unfähig andere Lösungen zu sehen. Da sich das über einen längeren Zeitraum hinzog, ist die obige Geschichte nur eine von mehreren nicht ganz alltäglichen.
Aus Gründen bin ich nochmal in der Zeit zurück gegangen, versuchte meine damaligen Empfindungen wieder ins Bewusstsein zu rufen; ein Produkt ist davon ist der obige Weblogeintrag.
Mich überraschen sie ja nicht wenig, die Fragen ob das tatsächlich Erlebtes ist. Ich hätte sie bei der vorherigen Geschichte "Lassie im Supermarkt" vermutet, denn bei der frug ich mich, hält das irgendwer auch nur in Ansätzen für möglich, weil ich wegliess, dass wir wussten in dem Supermarkt waren die Überwachungskameras, dass ich keine Ahnung hatte, dass eine Muschi nicht wie eine Tasche mit Klettverschluss reagiert, weil ich nicht anklingen liess, wie sorglos wir ingesamt lebten. Merkte dann, mir war's egal und schrieb es so wie ich es für gut befand.
Aber nicht nur die beiden Geschichten hier in diesem Weblog sind wahr, beschreiben tatsächlich Erlebtes.
Zurück zu dieser Geschichte. Mir ging es damals so wie einem, der bei seiner alten Firma kündigte und dem mit einem Mal vieles, wenn nicht gar alles, was man an der Arbeit wichtig und gut fand, plötzlich nebensächlich wird, weil man in Gedanken sich bereits mit dem Danach befasst. Bei mir, und in der Zeit in der die Geschichte fällt, "nur" mit dem Unterschied, dass ich dem Leben gekündigt hatte. In höchster seelischer Not und unfähig andere Lösungen zu sehen. Da sich das über einen längeren Zeitraum hinzog, ist die obige Geschichte nur eine von mehreren nicht ganz alltäglichen.
Aus Gründen bin ich nochmal in der Zeit zurück gegangen, versuchte meine damaligen Empfindungen wieder ins Bewusstsein zu rufen; ein Produkt ist davon ist der obige Weblogeintrag.




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